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  • Julia Fox

Wanderreiten - Ausrüstung des Pferdes

Aktualisiert: 12. Okt. 2023


Der ganze Artikel auf einen Blick:


 

"Jede Komponente der Ausrüstung ist wichtig!"

Die richtige Ausrüstung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen und angenehmen Wanderreiterlebnis. Vom Sattel über das Zaumzeug bis hin zu Packtaschen und Hufschutz. Jede Komponente trägt zum Komfort, der Sicherheit und Schonung des Pferdes und dem Genuss des Abenteuers bei.

Egal, ob erfahrener Wanderreiter oder ob Du gerade erst Deinen ersten Ritt planst, dieser Leitfaden gibt einen überblick, um das Beste aus Deinem bevorstehenden Wanderreitabenteuer herauszuholen.



Ein mehrtägiger Wanderritt stellt nicht nur eine hohe Anforderung an Pferd und Reiter, sondern auch an das Equipment. Was für einen gelegentlichen Ritt im Gelände oder dem Reitplatz noch gut funktioniert, kann bei den Ansprüchen des Wanderreitens zu Problemen führen.

Die Ansprüche an Qualität, Funktionalität und Komfort sind hoch.

Der folgendem Blogbeitrag gibt einen Überblick in die Ausrüstung und Equipment des Pferdes bei mehrtägigen Wanderritten.

Gut ausgerüstet kann das Abenteuer beginnen!


Sattel


Braucht man einen speziellen Wanderreitsattel?


Unter den zahlreichen verschiedenen Satteltypen unterscheidet man grob zwei Hauptgruppen: Den Flachsattel wie Englisch,- Trachten,- oder Offiziersattel.

Und den Arbeitssattel: Dazu zählen Western,- und Camarguesättel.

Alle haben für das Wanderreiten entscheidende Vor-, und Nachteile.


Malibaud Sattel EquiVoyager Wanderreiten Wanderreitsattel
Der Malibaud Sattel eignet sich hervorragend zum Wanderreiten.

Ein zum Wanderreiten geeigneter Sattel sollte generell folgende Eigenschaften mitbringen:

  • Sehr gut dem Pferd angepasst sein!

  • Breite Auflagefläche besitzen.

  • Einen Sattelbaum über welches das Gewicht optimal verteilt wird.

  • Robustes, hochwertiges Material.

  • Möglichkeiten, um Gepäck zu Befestigen wie genügend Ringe und Krampen.

  • Auch Komfortabel für den Reiterpopo sein, um einen ermüdungsfreien Sitz zu ermöglichen.

Die verschiedenen Satteltypen:

Westernsättel im Freizeittypus mit einer Gewichtsverlagerung des Reiters nicht zu weit hinten gelten als optimale Wanderreitsättel. Da diese den Hauptkriterien gut entsprechen.

Sie besitzen eine grosse Auflagefläche, bestehen aus dickerem Leder, welches Dornen und Witterungseinflüsse standhalten. Zudem lassen sich sowohl vorne am Horn einfache Vorderpacktaschen anhängen und hinter dem Cantle ist genügend Platz für Hinterpacktaschen, sowie Mantelsack, Banane oder Rolle.

Auch die vielen Ringe, Krampen und Lederriemen bieten die Möglichkeit das Gepäck gut festzubinden.

Die breite Trittfläche eines Westernsteigbügels entlastet den Fuss des Reiters.

Ein Nachteil an einem Westernsattel ist das recht hohe Gewicht. Dies steht den anderen Vorzügen gegenüber.


Arbeitssättel der südeuropäischen Stierhirten

Camargue Sättel | Portugiesische Sättel | Spanische Sättel

Diese Arbeitssättel erfüllen allgemein gut die Hauptkriterien für Wanderreitsättel.

Equivoyager Wanderreiten
Gardiansattel mit traditionellen Korbsteigbügeln.

Gerade der Gardiansattel, welcher in der Camargue noch heute vorzugsweise Verwendung findet, eignen sich hervorragend als Wanderreitsattel. Er ist besonders bequem und sicher. Zudem sind diese Sättel unkaputtbar und besonders robust. Gepäck lässt sich ebenfalls gut befestigen. Die geschlossenen Korbsteigbügel sind sehr sicher gegen ein Hängenbleiben des Reiterfusses.


Die Portugiesischen Sättel sind durch ihre hohe vordere und hintere Galerie gekennzeichnet. Man sitzt bombensicher und bequem. Das Auf-, und Absteigen ist etwas gewöhnungsbedürftig und bedarf etwas Übung. Im Falle eines schnellen Absitzen müssens, kommt man nur weniger schnell runter vom Pferd. Im Falle eines zur Seite hüpfenden Pferdes sitzt man sicher. Das muss man einfach gegenüber abwägen.


Vaquerosattel mit dem typischen Fellbezug.

Spanische Vaquerosättel werden traditionell mit Rosshaar gepolstert und der Sattelbaum aus Stroh gefertigt. Dadurch passen sie sich sind eher gut Wetter Sättel. Sobald es Regnet saugt sich der Schaffellsitz mit Wasser voll und trocknet nur sehr langsam wieder. Bei Sonnenschein sind die Vaquerosättel top bequem für Ross und Reiter und eignen sich gut für lange Ritte.

Als Satteltaschen eignen sich bei diesen Modellen die Campotücher für vorne und spezielle Taschen mit Aussparung der hinteren Galerie als Hinterpacktaschen.


Englisch Sättel

Dressur,- Spring,– und Vielseitigkeitssattel

Englischer VS Sattel mit extra Gepäckringen.

Die englischen Sättel wurden für eine eher sportliche Reitweise entwickelt und eignen sich für lange Wanderritte nur bedingt. Sie haben den entscheidenden Nachteil der sehr kleinen Auflagefläche. Reiter-, und Packgewicht wird auf eine zu kleinen Auflagefläche auf dem Pferderücken verteilt. Druckgefahr und schnellere Ermüdung sind die Folge. Die eher ungünstigen Sitzposition des Reiters während längerer Sitzeinheiten im Sattel, führt auch beim Reiter zu schnellerer Ermüdung, was sich auf seine Geschmeidigkeit auswirkt.

Für Wanderreiteinsteiger können sie aber gut herangezogen werden.- für kleine Etappen, wenig Gepäck.

In Englisch Sättel lassen sich sehr gut nachträglich vom Sattler Ringe und Krampen am Hinterzwiesel befestigen. Satteltaschen lassen sich dann daran auch sicher befestigen.


Armee-Offiziersattel

Entsprechen mit ihrem Zubehör sehr gut den Anforderungen bei einem Wanderritt. Die Militärsättel eignen sich eher für Pferde mit langem und geraden Rücken. Durch ihren Trachtenaufbau verfügen sie über eine grosse Auflagefläche. Leider sind diese Sättel heute eher schwierig zu bekommen.


McClellan-Sattel

Ist ein Militär,- und Polizeisattel aus den USA und Kanada.

Für zahlreiche Wanderreit,- und Langstreckensättel diente der McClellan – Sattel als Vorbild. Wer sich für moderne Langstreckensättel interessiert, kommt an „der Mutter aller Wandersättel“ nicht vorbei. Entwickelt wurde er von General George B. McClellan vor etwa 200 Jahren. Dieser Dienstsattel der US – Kavallerie ist sehr einfach einfach und minimalistisch gehalten.

Die Besonderheit des McClellan-Sattels ist ein ungepolsterter, in der Mitte offener Sattelbaum.


Endurance Sättel

Endurance Sattel im Westerntyp. Dieser eignet sich sehr gut für Wanderritte mit Gepäck.

Hier findet sich eine grosse Auswahl verschiedenster Modelle. Sind generell für lange Ritte ins Gelände konzipiert.

Je nach Typ eignen sie sich mehr oder weniger gut auch zum Wanderreiten. Dies hängt wieder von den Hauptkriterien und der Möglichkeit Gepäck befestigen zu können ab.


Baumlose Sättel und Reitkissen

Von Reitkissen sollte man zum Wanderreiten dringend die Finger lassen. Diese würden das Pferd auf längeren Ritten schädigen. Zu gross sind die Druckspitzen, zu klein die Gewichtsverteilung!

Auch baumlose Sättel mit zu flexiblem Innenleben sind für längere Wanderritte mit Gepäck ungeeignet!


Hybride Sättel

Beispielsweise ein Mix aus englischem Sitz und Vaqueo Sattelkissen: Für gelegentliche kleinere Wanderritte mit nicht zuviel Gepäck eine gute Einsteiger Alternative.

Viele moderne Working Equitation Modelle sind solche Hybide aus verschiedenen Sattelarten, welche sich durchaus gut zum Wanderreiten eignen können.

Bilder: Hybride Sattelmodelle, welche sich durch ihre grosse Auflagefläche gut zum Wanderreiten eignen.


Was mache ich wenn ich ich erstmal ins Wanderreiten hineinschnuppern möchte und nur einen Dressur oder Baumlosen Sattel besitze. – Gleich einen Wanderreitsattel kaufen möchte ich nicht.

Das ist verständlich. Denn so eine Sattelanschaffung kostet meist enorm Geld , Zeit und Nerven.

Das Pferd wird nicht gleich zerbrechen, wenn man mit seinem gut passenden Dressursattel auf einen kleineren Wanderritt geht.


Möglichkeiten das Pferd während des Wanderritts zu Entlasten:

  1. Das Wort „Wander“ Ritt sag es ja schon. Ab und zu Absteigen und zu Fuss neben dem Pferd gehen bietet Abwechslung, schafft Vertrauen, schont das Pferd und hält zudem den Reiter fit.

  2. Ein Ritt ohne Gepäck: z.B ein Sternritt oder die Organisation eines Trossfahrzeuges schaffen Gepäckerleichterung.

  3. Nicht zu viel mitschleppen – Perfektion ist wenn man nichts mehr weglassen kann ODER weniger ist mehr. – Nicht die gelaufenen Kilometer erschöpfen das Pferd, sondern das Gewicht welches getragen werden muss.

  4. Ein fitter Reiter, welcher geschmeidig den Bewegungen des Pferdes folgen vermag, ist ebenfalls eine Entlastung.


Zaumzeug


Trense, Gebisslos oder Wanderreitzaum?

Beim Zaumzeug gilt tendenziell – weniger ist mehr! Weg mit Nasen,- Sperrriemen und sonstigem Schnickschnack. Alles was zu Druck,- oder Scheuerstellen führen könnte weg lassen.

Bewährt hat sich ein einfacher Trensenzaum aus Genick und Stirnriemen. Darunter ein flaches Stallhalfter – nicht zu verwechseln mit dünnem (Knoten) Halfter - unter dem Trensenzaum ist sehr praktisch. Daran kann das Pferd während einer Pause angebunden oder grasen gelassen werden. Ein Stirnriemen mit Fransen hilft auch Insekten zu vertreiben.

Als Gebiss, sollte vorzugsweise das daheim erprobte und an den individuellen Ausbildungsstand von Reiter und Pferd gewählt werden. Wichtig ist das Pferdemaul so gut wie möglich zu schonen.

Gebisslose Zäumungen: Wie Sidepull, Knotenhalfter, Bosal, Kappzaum.

Viele Wanderreiter greifen zu einer gebisslosen Zäumung. Dies hat den Vorteil , dass man das Pferd während einer Fress,- oder Trinkpause nicht abzäumen muss.

Wanderreittrense

Wanderreittrense oder auch Wanderreitzaum ist eine praktische Kombination aus Halfter und Trense. Meist ist diese wie ein Stallhalfter aufgebaut und besitz zusätzlich einen Stirnriemen, sowie Bithänger welche sich einfach ein-, und ausschnallen lassen.


Sattelgurt


Schnurgurte passen sich flexibel jeder Gegebenheit an.

Sattelgurte aus Naturfasern, wie Baumwolle oder Mohair eignen sich gut. Auch die „altmodischen“ Schnurgurte sind hervorragend fürs Wanderreiten geeignet. Diese bestehen aus längsgewebten Schnüren, welche durch Querwebungenstabilisiert werden. Dadurch passen sich die einzelnen Schnüre dem Pferdekörper und seinen Bewegungen flexibel an. Da zwischen den einzelnen Schnüren Platz ist, ist die Luftzirkulation gegeben und es wird Hitzestau vermieden. Dies wiederum schützt vor Druck und Scheuerstellen.


Packtaschen – alles Gut verstaut


Je weniger man mitnehmen muss, desto besser. Eine ausführliche Packliste gibt es hier: Link: Packliste

Auf Geländeritten und noch viel mehr auf längeren Wanderritten, werden viele Utensilien benötigt, die der Reiter mitführen muss. Diese gilt es nun sinnvoll am Pferd zu verstauen. Dafür eignen sich robuste, strapazierfähige und wasserabweisende Packtaschen. Einerseits sollten sie Pferd und Reiter nicht behindern, andererseits sollten sie auch praktisch im Handling sein und gute Verstaumöglichkeiten bieten.

Deshalb muss man einfach ausprobieren welche Materialien (Leder, Nylon, gewachste Baumwolle...) beispielsweise man persönlich gerne mag und was zu dem jeweiligen Satteltyp gut passt. Auch Grösse und Packvolumen kommt darauf an was man transportieren möchte. Zudem muss das Packsystem zu dem Pferd passen. Durch kleinere oder grössere Veränderungen an Tasche oder Sattel, kann sowohl Passform als auch Funktionalität verbessert werden.

Packtaschen Wanderreiten EquiVoyager Ronzon
Malibaud Sattel mit Filzsatteldecke und passendem Packtaschensystem

Das Packzeug umfasst in der Reihenfolge des Aufpackens:

Kleine vordere Packtaschen: Für Englisch Sättel oder für Westernsättel mit Aussparung zum Anhängen am Horn ergänzen kann man diese mit einem Campotuch oder der Haferrolle.

Grossen hinteren Packtaschen: Diese sind geräumig und bieten Platz für die Kleidung und Übernachtungsgegenstände des Reiters.

Die hintere Rolle eignet sich für weiches und leichtes Zeug was verstaut werden soll. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass diese niemals auf der Wirbelsäule zum Aufliegen kommt! Deshalb muss sie mit Zurrgurten bombenfest an den hinteren Zwiesel oder das Cantel gezogen werden. In der Rolle können beispielsweise gut die Regenausrüstung (Regenhose, Jacke, Poncho) verstaut werden.


Packtipps

  • Weniger ist mehr – Nur das nötigste mitnehmen.

  • Ausgewogene Gewichtsverteilung: zwischen Rechts und Links und zwischen Vorne und Hinten: Unbeding daheim wiegen.

  • Packsysteme gut am Sattel befestigen und individuell anpassen.

  • Packtaschen nie direkt auf das Fell legen, immer über die Sattelunterlage.

  • Wiederrist frei halten!

  • Nichts darf auf der Wirbelsäule liegen – mit Riemen Gepäck hochzurren – auch dass in schnelleren Gangarten nichts wackelt.

  • Gewicht : max: 15 – 20 % des optimalen Pferdegewichts (Folgende Faktoren sind zudem zu berücksichtigen: Körperbau, Alter, Trainingszustand, Art des Wanderritts – passend zum Pferdetyp.).


Rucksack – Nein, Nein Nein. Durch das Tragen eines Rucksacks während des Reitens wird die Balace des Reiters extrem gestört. Zudem ist die Gefahr bei einem Sturz den Rücken zu verletzen sehr gross.

Wenn Gepäck mitgeführt werden soll, unbedingt Sattelpacktaschen verwenden.


Vorderzeug, Hinterzeug und Schweifriemen, helfen beim Reiten im Gebirge den Sattel an Ort und Stelle zu halten.


Satteldecke oder der altbewährte Woilach


Die Sattelunterlage ist ebenso ein wichtiger Bestandteil der Pferdeausrüstung. Sie hat nicht nur den Sattel, sondern auch das ganze Gepäck von dem Pferd zu schützen und abzupolstern. Sie muss demzufolge lang und breit genug sein, damit Sattel und Packtaschensystem darauf Platz finden. Zudem darf darunter kein Hitzestau entstehen.

Heutzutage gibt es hervorragende Wanderreitschabracken aus unterschiedlichen Materialien.


Der Woilach war lange Zeit DIE beliebte und bevorzugte Sattelunterlage im Wanderreiten.

Ein Woilach ist eine Wolldecke, die gefaltet zu einer Sattelunterlage wird. Der Woilach wird einmal halbiert und einmal gedrittelt, so dass sich insgesamt sechs übereinanderliegende, gleich große Bereiche der Decke ergeben. Beim Falten und Satteln muss auf Faltenfreiheit geachtet werden. Die „geschlossene“ Faltseite, d. h. die Seite ohne Kanten, zeigt nach vorne beim Satteln.

EquiVoyager Wanderreiten
Der Woilach - universell einsetzbar

Hergestellt aus robustem (Schurwolle) Material, dient der Woilach dazu, das Sattelgewicht gleichmäßig zu verteilen und Druckpunkte zu minimieren. Durch seine mehrfache Faltung kann er sich ergonomische anpassen und erhöhen durch die dicke Polsterung den Komfort für das Pferd während langer Ausritte. Wanderreiter schätzen den Woilach für seine Strapazierfähigkeit, Vielseitigkeit und positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Pferde.

Der "Woilach" als Sattelunterlage im Wanderreiten bietet zwar viele Vorteile, hat jedoch auch einige potenzielle Nachteile:

  1. Scheuerstellen: Je nach Material und Verarbeitung könnte der Woilach bei längerem Gebrauch Scheuerstellen am Pferderücken verursachen, insbesondere wenn er nicht korrekt positioniert ist, wenn er nicht korrekt gefaltet ist, oder nicht gut unter dem Sattel liegt.

  2. Verrutschen: Ein Woilach, der nicht ausreichend stabil unter dem Sattel befestigt ist, könnte während des Ritts verrutschen.

  3. Passform: Ein nicht optimal passender Woilach könnte Falten werfen oder sich ungleichmäßig unter dem Sattel verteilen. Zudem könnte die (ungewohnte) Dicke den Widerrist in der Kammer des Sattels einklemmen.

Bei der Wahl des richtigen Woilachs muss daher unbedingt darauf geachtet werden, dass dieser aus 100% Schurwolle besteht und keine Kunstfasern beigemischt sind. Diese "alten Modelle" meist aus Bundeswehrbeständen sind heute rar und schwer zu bekommen.

Woilache sind heute nicht mehr sehr oft zu sehen, da diese von leichter zu handhabenden Wanderreitdecken abgelöst wurden.


Satteldecken aus Naturmaterialien wie Filz eignen sich hervorragend für das Reiten mit Gepäck und längere Trekkings. Filzdecken sind robust, polstern gut ab und schützen das Pferd optimal. Zudem sind diese leicht zu reinigen und nehmen durch die Beschaffenheit des Naturmaterials Filz den Pferdeschweiss gut auf. Auch die Dicke der Polsterung lässt sich meistens auf die individuellen Bedürfnisse anpassen. In vielen bunten Farben lässt sich die Optik perfekt auf den persönlichen Geschmack abstimmen.


finden beim Distanz, Wanderreiten oder auch Säumen immer mehr Beliebtheit. Sie bestehen aus Antidebiskusfell oder

stossabsorbierenden Kernmaterialien

Sie sind oft sehr pflegeleicht, robust und und bieten optimales Klima unterm Sattel. Manche Hersteller fertigen die Satteldecken auf Kundenwunsch nach individueller Sattelform und gewünschter Länge, sowie Breite.


Satteldecke mit integrierten Taschen sind nicht zu empfehlen. Diese eignen sich wenn überhaupt nur für minimalstes Gewicht.


Hufschutz


Mein Pferd geht barhuf. Braucht es für einen Wanderritt einen Beschlag?

Um die Hufe unserer Pferde auf Ritten im Gelände vor vorzeitiger Abnützung zu schützen, braucht es (meistens) einen geeigneten Hufschutz. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten:

Genagelter Hufschutz: Ist der traditioneller Eisenbeschlag. Wenn das Pferd es gewohnt ist kann dieser gut fürs Wanderreiten verwendet werden. Eventuell kann das Eisen durch "Stifte" versehen werden, wodurch mehr Halt gewährleistet wird.

Kunststoffbeschläge wie der Duplobeschlag haben sich ebenfalls bewährt. Da dieser kalt aufgenagelt wird, ist es möglich ein Pferd, welches sonst Barhuf läuft für einen bevorstehenden Wanderritt damit zu beschlagen. Der Duplo hat sich wegen seiner guten Eigenschaften zum Reiten in bergigen Gelände sehr bewährt.

Passende Hufschuhe eignen sich gut als temporärer Hufschutz.

Temporärer Hufschutz wie Hufschuhe gibt es mitlerweile in verschiedensten Marken und Modellen. Da ist für jeden Huftyp etwas dabei.

Auf einem Wanderritt ist Hufschutz absolut zu empfehlen. Die Wahl des richtigen Hufschutzes allerdings ist nicht so einfach und sollte unbedingt daheim schon ausreichend getestet werden.

Wir haben uns für ein Modell mit guter griffiger Sohle entschieden.




Fazit


Erfreulicher Weise ist Wanderreiten so individuell wie Du und Dein Pferd.

Ein Mehrtagesritt kann so entsprechend gestaltet werden wie es Ausrüstung, Trainingszustand, Pferdetyp und Lust und Laune es zulassen.


Wenn man nicht die passende Profiausrüstung besitzt muss es ja nicht gleich die Alpenüberquerung mit autonomen Biwak sein. Dann bringt doch der geführte Wanderritt mit Trossbegleitung Pferd und Mensch viel mehr Freude.


Es kommt ja auch niemand auf die Idee mit einem Cutting Sattel an einem L Springen zu starten. Mit dem Westernsattel ab und zu einen kleinen Hüpfer über einen Baumstamm im Wald zu nehmen ist dagegen kein Problem.


So ist es auch mit der Wanderreiterausrüstung.


Viel Spass beim Ausprobieren und Tüfteln für DEINE optimale Ausrüstung für euer nächstes Abenteuer!

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